
Moderator gegen
Rapper

An der «Best of
Leone»-Fight-Night in der Kreuzbleichehalle boxt Marco Fritsche gegen
Gimma
Am Samstag steigt in der
St. Galler Kreuzbleichehalle der Thai-Box-Event «Best of Leone».
Sozusagen als Zugabe zur Schweizer Thai-Box-Elite steigen der
Fernsehmoderator Marco Fritsche und der Rapper Gimma zugunsten der
Sporthilfe Schweiz in den Ring. Die Knie um die Ohren schlagen werden
sich die beiden allerdings nicht. «Thai-Boxen zu lernen, wäre in der
kurzen Vorbereitungs-Zeit sehr schwierig gewesen», sagt Mitorganisator
Gianfranco Manzan.
Fritsche und Gimma
müssen sich also auf ihre Fäuste verlassen. Zuschlagen werden sie laut
Manzan mit den etwas weniger harten Trainings-Handschuhen. «Aber auch
das sind keine Wattebäuschen», betont der Boxtrainer – eine
Entscheidung durch Knockout liegt also durchaus im Bereich des
Möglichen. Um diesem Schicksal zu entgehen, hat Marco Fritsche für
seine Verhältnisse «wahnsinnig viel trainiert»: Fünf mal pro Woche
zwei Stunden, drei mal davon mit dem Boxclub Goldach.
30 Kilogramm
Allerdings hatte er auf
Gimma auch einiges wettzumachen. Dieser bringt 30 Kilogramm mehr auf
die Waage und hat zudem das «Bad Boy»-Image auf seiner Seite. Bis im
Alter von 20 Jahren sei er lediglich in zwei Schlägereien verwickelt
worden, erzählt Marco Fritsche, «einmal in der Primarschule und einmal
im Gymnasium». Wenn im Box-Training ein Schlag sass, habe er sich
anfangs immer entschuldigt, erinnert sich der TVO-Moderator; «aber der
Trainer hat mir das unterdessen abgewöhnt». Boxen sei mit einer
Schlägerei jedoch nicht zu vergleichen, sagt Marco Fritsche. «Es geht
darum, Punkte zu machen» – des Gegners Kopf stellt er sich im Boxring
deshalb hin und wieder als Dartscheibe vor.
Gianfranco Manzan will
für den drei mal zwei Minuten dauernden Promi-Kampf keine Prognose
abgeben. Den netten jungen Mann aus Appenzell schätzt er technisch und
konditionell allerdings stärker ein als den bösen Buben aus dem
Bündnerland. «Fritsche wird besser laufen und die Deckung oben haben»,
sagt der Fachmann. Der Geehrte ist skeptischer, zumal im Ring die
Nervosität mitspielen wird. Sein Ziel? «Das bisschen Gelernte umsetzen
und meine Kombinationen anbringen.»
Der musische Typ
Auch wenn er das
Abenteuer mit einem blauen Auge bezahlen sollte: Eine Sendepause wird
der Fernsehmoderator nicht einlegen. «Die Leute wissen ja, woher die
Flecken kommen.» Auch die Boxhandschuhe wird Fritsche nach dem
Promi-Kampf nicht an den berühmten Nagel hängen. Er sei zwar «eher der
musische als der sportliche Typ» – aber den vom dreimonatigen Training
gestählten Körper will er nicht mehr missen.
Peter Brühwiler
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